Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat.

 

 

Wichtiges im Oktober

13./20./27.10.2018 Gartenabfälle können kostelos im Bauhof abgegeben werden.

Wildfruchtgehölze
haben in vielen Gärten als Bienenweide und Vogelfutter-Lieferanten einen festen Platz. Meist bleiben noch genügend Früchte für herbsüße Marmelade, würziges Gelee oder fruchtigen Likör übrig. Wenn Sie die Vitamin-C-reichen Hagebutten für Tee trocknen möchten, kommen Sie um das mühsame Entkernen und Auskratzen der feinen Härchen im Inneren nicht herum. Für Kompott und Marmelade kocht man sie einfach in wenig Wasser weich und passiert sie durch ein feines Sieb oder die "Flotte Lotte". Auf diese Weise können Sie auch Vogelbeeren zu Mus verarbeiten. Die Früchte der Mährischen Eberesche verwertet man direkt vom Baum, die der Wildart friert man besser drei bis sechs Monate ein – so verlieren sie ihren bitteren Geschmack. Auch bei den herben Schlehen klappt die Nachahmung einer Frostperiode in der Tiefkühltruhe.

Rhabarber teilen
Teilen Sie Ihren Rhabarber etwa alle acht bis zehn Jahre, damit die Stauden wüchsig und vital bleiben. Warten Sie, bis die Blätter braun sind, und stechen Sie mit einem scharfen Spaten Teilstücke mit mindestens drei gut ausgebildeten Knospen ab. Lockern Sie die Erde am neuen Standort gründlich und arbeiten Sie drei bis vier Liter reifen, gesiebten Kompost ein. Die Stauden brauchen genügend Platz – 100 x 150 Zentimeter Standfläche pro Pflanze sollten Sie einplanen. Lassen Sie die neuen Rhabarberstauden im ersten Jahr ungestört wachsen und beginnen Sie erst im zweiten Jahr wieder mit der Ernte. Unser Gartentipp: Damit Sie im kommenden Jahr trotzdem nicht auf frischen Rhabarber verzichten müssen, können Sie von der eingewurzelten Mutterpflanze am alten Standort einfach die Hälfte stehen lassen.

Spätgemüse: kältefest oder frosthart?
Wintergemüse wie Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken und Winterlauch sind absolut frostfest und können bis zum Frühjahr auf dem Beet ausharren. Eindeutig ist auch der Fall bei Kürbissen: Selbst spät reifende Züchtungen vertragen absolut keine Minusgrade. Man holt sie rechtzeitig, bevor die ersten Nachtfröste drohen, vom Beet und bewahrt sie in einem luftigen, kühlen, dunklen Raum auf. Mangold, Rote Bete, Chinakohl, Herbstkohlrabi und Zuckerhut-Salat sind nur bedingt kältefest und überstehen unter einer Vliesabdeckung Temperaturen von 3 bis 5 °C ohne Schaden. Droht eine längere Frostperiode sollte man rasch ernten. Rotkohl und Wirsing verlieren bei wechselhaftem Herbstwetter an Qualität. Man zieht die Köpfe rechtzeitig samt Strunk aus dem Boden und hängt sie mit Umblättern im Naturkeller oder einem möglichst kühlen, luftfeuchten Raum auf. Tipp: Wurden die letzten Buschbohnen vom Nachtfrost überrascht, pflückt man die Hülsen morgens, sobald sie aufgetaut sind, und verarbeitet sie rasch.

Stachelbeeren: Die Herbstpflanzung hat Vorteile
Die Stachelbeere erlebt gerade eine Renaissance, auf die früher beliebten Sorten sollte man im Garten jedoch verzichten. Wählen Sie lieber neuere, beinahe dornenlose und vor allem mehltaufeste Züchtungen wie ’Franziska' mit saftig-süßen, gelbgrünen Beeren oder ’Rania' mit dunkelroten, erfrischend säuerlichen Früchten. Unser Gartentipp: Achten Sie beim Kauf auf einen festen, gut durchwurzelten Topfballen und 3 bis 5 kräftige, rundum gleichmäßig verteilte Triebe. Vor oder nach der Pflanzung kürzt man die Triebe um etwa zwei Drittel ihrer Länge ein. Heben Sie das Pflanzloch so groß aus, dass der Topfballen bequem hineinpasst, und lösen Sie den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf. Setzen Sie die Sträucher nur so tief, wie sie im Topf standen und füllen die Pflanzgrube mit Erde auf. Beim kräftigen Angießen wird die lockere Erde an den Wurzelballen geschwemmt und umschließt diesen gut.

Stachelbeeren: Die Herbstpflanzung hat Vorteile
Die Stachelbeere erlebt gerade eine Renaissance, auf die früher beliebten Sorten sollte man im Garten jedoch verzichten. Wählen Sie lieber neuere, beinahe dornenlose und vor allem mehltaufeste Züchtungen wie ’Franziska' mit saftig-süßen, gelbgrünen Beeren oder ’Rania' mit dunkelroten, erfrischend säuerlichen Früchten. Unser Gartentipp: Achten Sie beim Kauf auf einen festen, gut durchwurzelten Topfballen und 3 bis 5 kräftige, rundum gleichmäßig verteilte Triebe. Vor oder nach der Pflanzung kürzt man die Triebe um etwa zwei Drittel ihrer Länge ein. Heben Sie das Pflanzloch so groß aus, dass der Topfballen bequem hineinpasst, und lösen Sie den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf. Setzen Sie die Sträucher nur so tief, wie sie im Topf standen und füllen die Pflanzgrube mit Erde auf. Beim kräftigen Angießen wird die lockere Erde an den Wurzelballen geschwemmt und umschließt diesen gut.

Erdbeeren wässern
Im Sommer gepflanzte Erdbeeren sollten Sie auch im Herbst bei Bedarf wässern, damit sie gleichmäßig feucht bleiben. Je besser sie vor der Winterruhe einwurzeln können, desto höher fällt im nächsten Jahr die erste Ernte aus.

Pfefferminze für den Winter ziehen
Wenn Sie im Winter frische Pfefferminze ernten möchten, können Sie die Pflanze jetzt in Töpfen am Zimmerfenster anziehen. Dazu die Ausläufer der Pfefferminze abtrennen und in etwa zehn bis zwanzig Zentimeter lange Stücke zerteilen. Jedes Stück sollte mindestens drei bewurzelte Knoten aufweisen. Pflanzen Sie die Stücke in Töpfe, die mit Kräutererde gefüllt sind. Die Töpfe in einem Mini-Gewächshaus am Zimmerfenster aufstellen, dann treibt die Minze auch im Winter einige Triebe mit frischen Blättern aus.

Quitten und Mispeln ernten
Die meisten Quittensorten sind im Oktober erntereif. Sobald die erste Frucht abfällt, sollten Sie mit der Ernte beginnen. Vollreif gepflückte Früchte sollten sofort verarbeitet werden, denn sie lassen sich nicht sehr lange lagern. Vermeiden Sie Druckstellen, weil Schale und Fruchtfleisch an diesen Stellen schnell verbräunen. Die mit den Quitten verwandten Mispeln sollten Sie bis zum ersten Frost hängen lassen. Erst dann wird das herbsüße Fleisch der Früchte weich und genießbar.

Winterzwiebeln stecken
Winter-Steckzwiebeln wie ‘Presto’, ‘Radar’ oder die rote Sorte ‘Electric’ können Sie in wintermilden Regionen jetzt im Oktober mit acht bis zehn Zentimeter Abstand etwa zwei Zentimeter tief in ein sonniges Beet mit feinkrümeliger, feuchter Erde pflanzen.

 

 

 

 

 Wissenswertes

 ► Planung für das neue Gartenjahr

DIE MISCHKULTUR

 

Ihr kennt das sicher: klappt’s mit dem Nachbarn, ist die Stimmung gleich viel besser, Ihr fühlt euch rundum wohl auf Eurer Scholle. So geht es auch Euren Pflanzen. Mit den richtigen Nachbarn gedeihen sie gleich doppelt so gut. Und dabei haben Pflanzen noch einen unschlagbaren Vorteil: sie können sich ihre Nachbarn aussuchen! Besser gesagt: Ihr könnt das tun. In der Fachsprache heißt das dann Mischkultur. Die richtige Mischung zu finden, ist gar nicht so schwer. Merkt Euch einfach eine Faustregel: gehören die Pflanzen zu einer Familie, mögen sie sich überhaupt nicht. Sind sie dagegen nur weitläufig oder gar nicht miteinander verwandt, vertragen sie sich bestens. Es ist also fast wie im Leben! Ihr könnt diese Faustregel für die Mischkultur ebenso wie für die Fruchtfolge anwenden. Also: niemals verschiedene Arten einer Pflanzenfamilie, Kohl zum Beispiel, miteinander oder nacheinander anbauen. Richtig kombiniert, werden Eure Pflanzen dagegen weniger von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht, sie schützen und  fördern sich gegenseitig. Außerdem ist der Boden das ganze Jahr über bewachsen. Er trocknet nicht so leicht aus und bietet den Wildkräutern weniger Fläche.

DIE MISCHKULTUR IM HOCHBEET

Der Anbau von Mischkulturen sollte in einer Gartenanlage das Ziel sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich der Mischkulturanbau sehr gut für Hochbeete anbietet. Pflanzen Sie beispielweise Dill oder Zwiebeln zwischen Gurken, Salat und Möhren. Dadurch können so manche Plagegeister vertrieben werden, denn sie verlieren oftmals die Duftorientierung. Außerdem ergänzen sich verschiedene Nutzgewächse in nachbarschaftlicher Gemeinschaft. Blumen und Kräuter in den Gemüsebeeten sind nicht nur ein Blickfang für jeden Garten, sie locken auch die zum Teil vom Aussterben bedrohten, heimischen Bienen an. Genau wie Schmetterlinge und Marienkäfer nutzen sie dem gesunden Gedeihen der Pflanzen. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sind sie sogar unverzichtbar! Idealerweise eignen sich essbare Blumen in Ihrem Kräuter- und Gemüsehochbeet. Insbesondere die verschiedenen Sorten der Kapuzinerkresse und Stiefmütterchen. Sie sorgen sprichwörtlich für eine bunte Salatvariation.

 

Mit dem Ausprobieren eines Mischkulturgartens, hier am Beispiel eines Hochbeetes kann man gar nicht früh genug anfangen, denn nur so gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse, welche Arten zusammenpassen und welche nicht. Sehr gute Dienste leisten Hochbeete auch gerade in Gärten mit schlechter Bodenqualität. Neue oder frischangelegte Hochbeete mit humusreichem, bzw. nährstoffreichem Boden sollten zunächst nur mit Starkzehrern bepflanzt werden, wie z.B. Tomaten, Auberginen und Kohl. Wenn in den Folgejahren keine frische Humuserde aufgetragen wird, können vor allem die Mittel- und Schwachzehrer, beispielsweise Salate, Spinat und Kräuter, zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt, große Pflanzen in die Mitte und die kleinsten nach außen zu pflanzen. Der beste Zeitpunkt um ein Hochbeet anzulegen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.


Gute Nachbarschaft

 

Manche Gemüse- und Kräuterarten begünstigen sich gegenseitig in Wachstum und Ertrag. Sie halten sogar Schädlinge voneinander fern. Andere harmonieren gar nicht und sollten daher auch nicht nebeneinander gesät oder gepflanzt werden. Wichtig für die Planung Ihres optimal begünstigen Beetes ist also, dass gute Nachbarschaften zwischen den Kulturen genutzt und schlechte vermieden werden. In der Übersicht kann man auf einem Blick sehen, welche Pflanzen sich gegenseitig Unterstützen. Bohnenkraut beispielsweise, schützt Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus und fördert durch den starken Duft Wachstum und Aroma. Möhren, Rote Beete und Kohl lieben die Gesellschaft von Dill. Auch er hält Schädlinge ab, da sie meist die Duftorientierung verlieren und fördert insbesondere bei Möhren die Keimfähigkeit. Rosmarin schützt speziell Möhren und Kohlgewächse gegen den Kohlweißling und die Möhrenfliege. Alle Pflanzenkombinationen beruhen auf jahrzehntelangen Beobachtungen und Erfahrungen von Gärtnern.

 

 

Probiert es ruhig selbst!

 

 PflanzeGute Nachbarn Schlechte Nachbarn 
 Buschbohnen

Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken,
Sellerie, Rote Bete, Kohlarten,
Kopfsalat, Pflücksalat, Tomaten

Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch,
Zwiebeln

 Erbsen

Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten,
Mais, Möhren, Kohlrabi, Kopfsalat,
Radieschen, Zucchini

Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch,
Tomaten, Zwiebeln

 Gurken

Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl,
Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais,
Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

Tomaten, Radieschen

 Kohlarten

Bohnen, Dill, Endivien, Erbsen,
Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch,
Sellerie, Spinat, Tomaten

Erdbeeren, Knoblauch, Senf,
Zwiebeln

 Kopfsalat

Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren,
Gurken, Kohl, Lauch, Möhren,
Tomaten, Zwiebeln

Petersilie, Sellerie

 Lauch

Erdbeeren, Kohl, Kopfsalat, Möhren,
Sellerie, Tomaten

Bohnen, Erbsen, Rote Bete

 Möhren

Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch,
Radieschen, Rettich, Tomaten,
Zwiebeln, Schnittlauch

 -

Radieschen/Rettich 

Bohnen, Erbsen, Kohl, Kopfsalat,
Möhren

 Gurken
Tomaten

Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi

Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Gurken

Zucchini

Kopfsalat, Lauch, Möhren, Petersilie,
Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie,
Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

 
Zwiebeln

Bohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Kopfsalat,
Möhren, Rote Bete

Bohnen, Erbsen, Kohl