Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat.

 

 

Wichtiges im Mai

26.05.2018 Gartenabfälle können kostenlos am Bauhof abgegeben werden. 

Rasen aussäen
Um einen neuen Rasen anzulegen, ist der Mai der günstigste Zeitpunkt. Vorher ist es oft zu kühl, denn die Grassamen brauchen zum Keimen auch nachts eine Mindesttemperatur von zehn Grad. Den Boden mit einer Fräse oder Motorhacke lockern, dann die Fläche mit einem breiten Rechen einebnen. Das Saatgut mit einem Streuwagen ausbringen, Fläche walzen und mit einem Regner gründlich wässern. Wichtig: Verwenden Sie hochwertige Rasensamen. Mischungen wie "Berliner Tiergarten" sind zwar billig, aber qualitativ minderwertig. Sie wachsen zu schnell und bilden keine dichte Grasnarbe.

 

Flieder schneiden
Wenn der Flieder Ende Mai verblüht ist, sollten Sie die verwelkten Rispen über dem nächsten Seitentrieb abschneiden. Alle paar Jahre ist ein kräftigerer Rückschnitt empfehlenswert, weil die Sträucher sonst leicht blühfaul werden und vergreisen.

 

Rindenmulch ausbringen
Eine Mulchschicht im Beet hat viele Vorteile: Sie versorgt den Boden mit Humus, hält ihn locker und länger feucht. Anfang Mai ist der beste Zeitpunkt, um sie auszubringen, denn der Boden hat sich jetzt ausreichend erwärmt. Bewährt haben sich Holzhäcksel, Rindenmulch oder auch Rindenkompost. Wichtig: Streuen Sie vor dem Abdecken des Bodens reichlich Hornspäne aus, da die Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht viel Stickstoff binden.

 

Pflanzenschutz
Sternrußtau ist die häufigste Rosenkrankheit. Befallene Blätter haben unterschiedlich große und unregelmäßig geformte, grauschwarze Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern. Bei ersten Anzeichen eines Befalls sollten Sie sofort Ihre Rosen mit Fungiziden behandeln, sonst droht massiver Blattfall. Wenn Ihre Rhododendren braunschwarze, vertrocknete Blütenknospen tragen, sollten Sie diese spätestens Anfang Mai entfernen. Grund: Die Knospen enthalten die Gelege der Rhododendron-Zikade. Die Schädlinge schlüpfen je nach Witterung oft schon ab Ende April und befallen dann im Juni/Juli die neuen Blütenknospen. Entsorgen Sie die abgestorbenen Knospen am besten mit dem Hausmüll.

 

Tränendes Herz: Vegetationszeit verlängern
Das Tränende Herz zieht sich gleich nach der Blüte in seine Wurzel zurück und ist in der Regel bis zum Hochsommer verschwunden. Wenn Sie die Vegetationszeit der Pflanze verlängern wollen, sollten Sie sie einfach regelmäßig gießen. So können Sie das Vergilben der Blätter um etwa zwei Wochen hinauszögern.

 

Staudenbeete nicht hacken
Vor allem Wald- und Waldrandstauden mögen es nicht, wenn ihr Wurzelbereich ständig mit einer Hacke durchgearbeitet wird. Pflanzen Sie Ihre Stauden besser gleich mit dem richtigen Pflanzabstand, damit sich der Pflanzenteppich innerhalb weniger Jahre schließt und kaum noch Unkraut durchlässt. Bis dahin sollten Sie alle Unkräuter mit der Hand ausjäten und die Fläche bei Bedarf mulchen, um den Boden feucht zu halten und neues Unkraut zu unterdrücken. Nach dem Unkrautjäten im Staudenbeet sollten Sie den Boden mit einem Dreizack (Kultivator) vorsichtig lockern. Dadurch werden auf der Erde liegende, sonnenliebende Samen "untergegraben" und winzige, in der Erde verbliebene Unkraut-Keimlinge entwurzelt.

 

 


 

 

 Wissenswertes

 ► Planung für das neue Gartenjahr

DIE MISCHKULTUR

 

Ihr kennt das sicher: klappt’s mit dem Nachbarn, ist die Stimmung gleich viel besser, Ihr fühlt euch rundum wohl auf Eurer Scholle. So geht es auch Euren Pflanzen. Mit den richtigen Nachbarn gedeihen sie gleich doppelt so gut. Und dabei haben Pflanzen noch einen unschlagbaren Vorteil: sie können sich ihre Nachbarn aussuchen! Besser gesagt: Ihr könnt das tun. In der Fachsprache heißt das dann Mischkultur. Die richtige Mischung zu finden, ist gar nicht so schwer. Merkt Euch einfach eine Faustregel: gehören die Pflanzen zu einer Familie, mögen sie sich überhaupt nicht. Sind sie dagegen nur weitläufig oder gar nicht miteinander verwandt, vertragen sie sich bestens. Es ist also fast wie im Leben! Ihr könnt diese Faustregel für die Mischkultur ebenso wie für die Fruchtfolge anwenden. Also: niemals verschiedene Arten einer Pflanzenfamilie, Kohl zum Beispiel, miteinander oder nacheinander anbauen. Richtig kombiniert, werden Eure Pflanzen dagegen weniger von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht, sie schützen und  fördern sich gegenseitig. Außerdem ist der Boden das ganze Jahr über bewachsen. Er trocknet nicht so leicht aus und bietet den Wildkräutern weniger Fläche.

DIE MISCHKULTUR IM HOCHBEET

Der Anbau von Mischkulturen sollte in einer Gartenanlage das Ziel sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich der Mischkulturanbau sehr gut für Hochbeete anbietet. Pflanzen Sie beispielweise Dill oder Zwiebeln zwischen Gurken, Salat und Möhren. Dadurch können so manche Plagegeister vertrieben werden, denn sie verlieren oftmals die Duftorientierung. Außerdem ergänzen sich verschiedene Nutzgewächse in nachbarschaftlicher Gemeinschaft. Blumen und Kräuter in den Gemüsebeeten sind nicht nur ein Blickfang für jeden Garten, sie locken auch die zum Teil vom Aussterben bedrohten, heimischen Bienen an. Genau wie Schmetterlinge und Marienkäfer nutzen sie dem gesunden Gedeihen der Pflanzen. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sind sie sogar unverzichtbar! Idealerweise eignen sich essbare Blumen in Ihrem Kräuter- und Gemüsehochbeet. Insbesondere die verschiedenen Sorten der Kapuzinerkresse und Stiefmütterchen. Sie sorgen sprichwörtlich für eine bunte Salatvariation.

 

Mit dem Ausprobieren eines Mischkulturgartens, hier am Beispiel eines Hochbeetes kann man gar nicht früh genug anfangen, denn nur so gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse, welche Arten zusammenpassen und welche nicht. Sehr gute Dienste leisten Hochbeete auch gerade in Gärten mit schlechter Bodenqualität. Neue oder frischangelegte Hochbeete mit humusreichem, bzw. nährstoffreichem Boden sollten zunächst nur mit Starkzehrern bepflanzt werden, wie z.B. Tomaten, Auberginen und Kohl. Wenn in den Folgejahren keine frische Humuserde aufgetragen wird, können vor allem die Mittel- und Schwachzehrer, beispielsweise Salate, Spinat und Kräuter, zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt, große Pflanzen in die Mitte und die kleinsten nach außen zu pflanzen. Der beste Zeitpunkt um ein Hochbeet anzulegen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.


Gute Nachbarschaft

 

Manche Gemüse- und Kräuterarten begünstigen sich gegenseitig in Wachstum und Ertrag. Sie halten sogar Schädlinge voneinander fern. Andere harmonieren gar nicht und sollten daher auch nicht nebeneinander gesät oder gepflanzt werden. Wichtig für die Planung Ihres optimal begünstigen Beetes ist also, dass gute Nachbarschaften zwischen den Kulturen genutzt und schlechte vermieden werden. In der Übersicht kann man auf einem Blick sehen, welche Pflanzen sich gegenseitig Unterstützen. Bohnenkraut beispielsweise, schützt Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus und fördert durch den starken Duft Wachstum und Aroma. Möhren, Rote Beete und Kohl lieben die Gesellschaft von Dill. Auch er hält Schädlinge ab, da sie meist die Duftorientierung verlieren und fördert insbesondere bei Möhren die Keimfähigkeit. Rosmarin schützt speziell Möhren und Kohlgewächse gegen den Kohlweißling und die Möhrenfliege. Alle Pflanzenkombinationen beruhen auf jahrzehntelangen Beobachtungen und Erfahrungen von Gärtnern.

 

 

Probiert es ruhig selbst!

 

 PflanzeGute Nachbarn Schlechte Nachbarn 
 Buschbohnen

Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken,
Sellerie, Rote Bete, Kohlarten,
Kopfsalat, Pflücksalat, Tomaten

Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch,
Zwiebeln

 Erbsen

Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten,
Mais, Möhren, Kohlrabi, Kopfsalat,
Radieschen, Zucchini

Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch,
Tomaten, Zwiebeln

 Gurken

Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl,
Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais,
Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

Tomaten, Radieschen

 Kohlarten

Bohnen, Dill, Endivien, Erbsen,
Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch,
Sellerie, Spinat, Tomaten

Erdbeeren, Knoblauch, Senf,
Zwiebeln

 Kopfsalat

Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren,
Gurken, Kohl, Lauch, Möhren,
Tomaten, Zwiebeln

Petersilie, Sellerie

 Lauch

Erdbeeren, Kohl, Kopfsalat, Möhren,
Sellerie, Tomaten

Bohnen, Erbsen, Rote Bete

 Möhren

Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch,
Radieschen, Rettich, Tomaten,
Zwiebeln, Schnittlauch

 -

Radieschen/Rettich 

Bohnen, Erbsen, Kohl, Kopfsalat,
Möhren

 Gurken
Tomaten

Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi

Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Gurken

Zucchini

Kopfsalat, Lauch, Möhren, Petersilie,
Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie,
Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

 
Zwiebeln

Bohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Kopfsalat,
Möhren, Rote Bete

Bohnen, Erbsen, Kohl