Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat.

 

Wichtiges im April

26.04.2018 Gartenabfälle können kostenlos am Bauhof abgegeben werden.

Vorsicht Spätfröste
Besteht Frostgefahr während der Obstbaumblüte sollte man die Baumscheiben frei räumen (Mulch weg), damit der Boden nachts Wärme abgeben kann, welche die Blüten wärmt. Bei kleinen Obstgehölzen kann die Krone mit Vlies abgedeckt werden.

Frostschutz bei frühen Pflanzungen
Die ersten Pflanzungen - sowohl im Gewächshaus als auch im Freien - sind von Nachtfrösten/Spätfrösten bedroht. Schützen kann man seine Pflanzen mit verschiedenen Auflagen wie Folientunnel, Frühbeetabdeckungen, Lochfolien, Schlitzfolien, Vliesen, Zeitungspapier (nur nachts). 

Pflanzen in Gewächshäusern kann man zusätzlich vor Frost schützen, indem man Schilfmatten o. ä. Materialien nachts auf das Gewächshaus legt oder im Gewächshaus einen Energieschirm anbringt. Energieschirme sind Gewebe, die zwischen Pflanzen und Gewächshaus-Eindeckung angebracht werden. Stark lichtdurchlässige Energieschirme heißen Schattiermatten, sie werden im Sommer tagsüber zur Schattierung aufgespannt und im Winter nachts zur Energieeinsparung. Weniger lichtdurchlässige Energieschirme bzw. Verdunkelungen werden nur nachts zur Energieeinsparung angebracht.

Samen einkaufen
Beim Samenkauf (Gemüse Sortenempfehlungen) kann man schon vorbeugend etwas für die Pflanzengesundheit tun, indem man Pflanzenarten und Sorten wählt, die zum Standort passen. Gemüse sollte nach Möglichkeit einen sonnigen Platz im Garten erhalten. Mit den oft kleinen Gärten, zugewiesenen Beeten im Gemeinschaftsgarten oder nur einem Balkon oder einer Terrasse hat man allerdings oft nicht die Möglichkeit den Gemüsen und Kräutern einen vollsonnigen Platz zu geben. Zum Glück gibt es auch Gemüse und Kräuter, die Schatten vertragen.

Frühzeitig pikieren
Sind die Gemüseaussaaten gekeimt, sollte man sie so früh wie möglich - am besten, sobald man die einzelnen Pflänzchen greifen kann - pikieren (einzeln verpflanzen). Je früher man dies tut, desto geringer ist der Verpflanzungsschock. Verwertet werden nur gesunde, gut entwickelte Pflanzen mit voll entwickelten Keimblättern, denn nur sie entwickeln sich zu gesunden, widerstandsfähigen Pflanzen und bringen gute Ernte.

 

 


 

 

 Wissenswertes

 ► Planung für das neue Gartenjahr

DIE MISCHKULTUR

 

Ihr kennt das sicher: klappt’s mit dem Nachbarn, ist die Stimmung gleich viel besser, Ihr fühlt euch rundum wohl auf Eurer Scholle. So geht es auch Euren Pflanzen. Mit den richtigen Nachbarn gedeihen sie gleich doppelt so gut. Und dabei haben Pflanzen noch einen unschlagbaren Vorteil: sie können sich ihre Nachbarn aussuchen! Besser gesagt: Ihr könnt das tun. In der Fachsprache heißt das dann Mischkultur. Die richtige Mischung zu finden, ist gar nicht so schwer. Merkt Euch einfach eine Faustregel: gehören die Pflanzen zu einer Familie, mögen sie sich überhaupt nicht. Sind sie dagegen nur weitläufig oder gar nicht miteinander verwandt, vertragen sie sich bestens. Es ist also fast wie im Leben! Ihr könnt diese Faustregel für die Mischkultur ebenso wie für die Fruchtfolge anwenden. Also: niemals verschiedene Arten einer Pflanzenfamilie, Kohl zum Beispiel, miteinander oder nacheinander anbauen. Richtig kombiniert, werden Eure Pflanzen dagegen weniger von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht, sie schützen und  fördern sich gegenseitig. Außerdem ist der Boden das ganze Jahr über bewachsen. Er trocknet nicht so leicht aus und bietet den Wildkräutern weniger Fläche.

DIE MISCHKULTUR IM HOCHBEET

Der Anbau von Mischkulturen sollte in einer Gartenanlage das Ziel sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich der Mischkulturanbau sehr gut für Hochbeete anbietet. Pflanzen Sie beispielweise Dill oder Zwiebeln zwischen Gurken, Salat und Möhren. Dadurch können so manche Plagegeister vertrieben werden, denn sie verlieren oftmals die Duftorientierung. Außerdem ergänzen sich verschiedene Nutzgewächse in nachbarschaftlicher Gemeinschaft. Blumen und Kräuter in den Gemüsebeeten sind nicht nur ein Blickfang für jeden Garten, sie locken auch die zum Teil vom Aussterben bedrohten, heimischen Bienen an. Genau wie Schmetterlinge und Marienkäfer nutzen sie dem gesunden Gedeihen der Pflanzen. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sind sie sogar unverzichtbar! Idealerweise eignen sich essbare Blumen in Ihrem Kräuter- und Gemüsehochbeet. Insbesondere die verschiedenen Sorten der Kapuzinerkresse und Stiefmütterchen. Sie sorgen sprichwörtlich für eine bunte Salatvariation.

 

Mit dem Ausprobieren eines Mischkulturgartens, hier am Beispiel eines Hochbeetes kann man gar nicht früh genug anfangen, denn nur so gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse, welche Arten zusammenpassen und welche nicht. Sehr gute Dienste leisten Hochbeete auch gerade in Gärten mit schlechter Bodenqualität. Neue oder frischangelegte Hochbeete mit humusreichem, bzw. nährstoffreichem Boden sollten zunächst nur mit Starkzehrern bepflanzt werden, wie z.B. Tomaten, Auberginen und Kohl. Wenn in den Folgejahren keine frische Humuserde aufgetragen wird, können vor allem die Mittel- und Schwachzehrer, beispielsweise Salate, Spinat und Kräuter, zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt, große Pflanzen in die Mitte und die kleinsten nach außen zu pflanzen. Der beste Zeitpunkt um ein Hochbeet anzulegen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.


Gute Nachbarschaft

 

Manche Gemüse- und Kräuterarten begünstigen sich gegenseitig in Wachstum und Ertrag. Sie halten sogar Schädlinge voneinander fern. Andere harmonieren gar nicht und sollten daher auch nicht nebeneinander gesät oder gepflanzt werden. Wichtig für die Planung Ihres optimal begünstigen Beetes ist also, dass gute Nachbarschaften zwischen den Kulturen genutzt und schlechte vermieden werden. In der Übersicht kann man auf einem Blick sehen, welche Pflanzen sich gegenseitig Unterstützen. Bohnenkraut beispielsweise, schützt Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus und fördert durch den starken Duft Wachstum und Aroma. Möhren, Rote Beete und Kohl lieben die Gesellschaft von Dill. Auch er hält Schädlinge ab, da sie meist die Duftorientierung verlieren und fördert insbesondere bei Möhren die Keimfähigkeit. Rosmarin schützt speziell Möhren und Kohlgewächse gegen den Kohlweißling und die Möhrenfliege. Alle Pflanzenkombinationen beruhen auf jahrzehntelangen Beobachtungen und Erfahrungen von Gärtnern.

 

 

Probiert es ruhig selbst!

 

 PflanzeGute Nachbarn Schlechte Nachbarn 
 Buschbohnen

Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken,
Sellerie, Rote Bete, Kohlarten,
Kopfsalat, Pflücksalat, Tomaten

Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch,
Zwiebeln

 Erbsen

Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten,
Mais, Möhren, Kohlrabi, Kopfsalat,
Radieschen, Zucchini

Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch,
Tomaten, Zwiebeln

 Gurken

Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl,
Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais,
Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

Tomaten, Radieschen

 Kohlarten

Bohnen, Dill, Endivien, Erbsen,
Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch,
Sellerie, Spinat, Tomaten

Erdbeeren, Knoblauch, Senf,
Zwiebeln

 Kopfsalat

Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren,
Gurken, Kohl, Lauch, Möhren,
Tomaten, Zwiebeln

Petersilie, Sellerie

 Lauch

Erdbeeren, Kohl, Kopfsalat, Möhren,
Sellerie, Tomaten

Bohnen, Erbsen, Rote Bete

 Möhren

Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch,
Radieschen, Rettich, Tomaten,
Zwiebeln, Schnittlauch

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Radieschen/Rettich 

Bohnen, Erbsen, Kohl, Kopfsalat,
Möhren

 Gurken
Tomaten

Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi

Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Gurken

Zucchini

Kopfsalat, Lauch, Möhren, Petersilie,
Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie,
Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

 
Zwiebeln

Bohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Kopfsalat,
Möhren, Rote Bete

Bohnen, Erbsen, Kohl