Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat.

 

 

 

Wichtiges im August

11.08.2018 Gartenabfälle können kostelos im Bauhof abgegeben werden.

26.08.2018 Vereinsoffener Sonntag

Erdbeeren
Wer im nächsten Sommer eine reiche Ernte haben möchte, sollte das neue Erdbeerbeet bereits Anfang August anlegen, damit die Pflanzen bis zum Herbst gut einwurzeln und ausreichend Blütenanlagen entwickeln können. Je länger man den Termin hinauszögert, umso mehr sinkt der Ertrag im Folgejahr. Ebenfalls entscheidend ist ein regelmäßiger Beetwechsel. Erst nach vier Jahren sollten Erdbeeren wieder am selben Platz angebaut werden, sonst drohen sogenannte Nachbauschäden, beispielsweise ein Befall mit Wurzelfäule oder Wurzelälchen.

Sauerkirschen schneiden
Sauerkirschen fruchten im Gegensatz zu Süßkirschen an den einjährigen Trieben. Schneiden Sie jedes Jahr alle abgeernteten Triebe direkt oberhalb der ersten seitlichen Verzweigung ab, damit die Krone der Sauerkirsche kompakt und fruchtbar bleibt. Wenn Sie außerdem noch zu dicht stehende Triebe im Kroneninneren auslichten, erübrigt sich in der Regel der Winterschnitt.

Heidelbeeren pflanzen
Der beste Zeitpunkt für eine Neupflanzung von Heidelbeeren ist im August und September. Anders als Wald-Heidelbeeren verlangen vor allem spät reifende Sorten wie ‘Aurora’ einen sonnigen Platz. Heben Sie einen 80 Zentimeter breiten, gut spatentiefen Pflanzstreifen aus, füllen Sie die Grube mit Nadelholzhäcksel, Sägespänen von Nadelhölzern und Rhododendronerde auf und mulchen Sie das Beet nach der Pflanzung dick mit Häckselgut von Nadelgehölzen.

Endivien für die Herbstmonate
Letzter Pflanztermin für Endivien ist Ende August. Wer die Setzlinge selbst aus Samen vorzieht, anstatt sie beim Gärtner zu kaufen, muss sich ein wenig beeilen. Vorteil der eigenen Anzucht: Sie können unter verschiedenen Varianten mit kräftig grünen oder milden, gelb bleichenden Blättern wählen und bringen so Abwechslung in die Salat-Palette. Säen Sie in kleine Töpfe mit Anzuchterde und pflanzen Sie die Setzlinge ins Beet, sobald sie drei bis vier kräftige Blätter entwickelt haben (Abstand 30 bis 40 Zentimeter). Der Wurzelansatz darf nur knapp mit Erde bedeckt sein, weil die Jungpflanzen sonst faulen. Zum Anwachsen benötigen die Pflänzchen einen feuchten, aber nicht nassen Boden. Ab Beginn der Kopfbildung steigt der Wasserbedarf. Bei Trockenheit deshalb zwei- bis dreimal pro Woche kräftig gießen (circa 20 Liter pro Quadratmeter).

Feldsalat aussäen
Für die Herbsternte vorgesehenen Feldsalat sollten Sie bis spätestens Mitte des Monats in ein sonniges Beet aussäen. Die ideale Aussaattiefe liegt bei einem bis eineinhalb Zentimeter. Versuche der Bayerischen Landesanstalt für Pflanzenbau haben gezeigt, dass Bio-Feldsalate besonders robust sind. Gartentipp: Profi-Gärtner walzen nach der Aussaat die Erde im Beet, damit die Rosetten später weniger verschmutzen. Im Garten reicht es, wenn Sie die Saatreihen mit einem schmalen Brett gut andrücken und dann mit einem weichen Wasserstrahl überbrausen.

 

 

 

 


 

 

 Wissenswertes

 ► Planung für das neue Gartenjahr

DIE MISCHKULTUR

 

Ihr kennt das sicher: klappt’s mit dem Nachbarn, ist die Stimmung gleich viel besser, Ihr fühlt euch rundum wohl auf Eurer Scholle. So geht es auch Euren Pflanzen. Mit den richtigen Nachbarn gedeihen sie gleich doppelt so gut. Und dabei haben Pflanzen noch einen unschlagbaren Vorteil: sie können sich ihre Nachbarn aussuchen! Besser gesagt: Ihr könnt das tun. In der Fachsprache heißt das dann Mischkultur. Die richtige Mischung zu finden, ist gar nicht so schwer. Merkt Euch einfach eine Faustregel: gehören die Pflanzen zu einer Familie, mögen sie sich überhaupt nicht. Sind sie dagegen nur weitläufig oder gar nicht miteinander verwandt, vertragen sie sich bestens. Es ist also fast wie im Leben! Ihr könnt diese Faustregel für die Mischkultur ebenso wie für die Fruchtfolge anwenden. Also: niemals verschiedene Arten einer Pflanzenfamilie, Kohl zum Beispiel, miteinander oder nacheinander anbauen. Richtig kombiniert, werden Eure Pflanzen dagegen weniger von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht, sie schützen und  fördern sich gegenseitig. Außerdem ist der Boden das ganze Jahr über bewachsen. Er trocknet nicht so leicht aus und bietet den Wildkräutern weniger Fläche.

DIE MISCHKULTUR IM HOCHBEET

Der Anbau von Mischkulturen sollte in einer Gartenanlage das Ziel sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich der Mischkulturanbau sehr gut für Hochbeete anbietet. Pflanzen Sie beispielweise Dill oder Zwiebeln zwischen Gurken, Salat und Möhren. Dadurch können so manche Plagegeister vertrieben werden, denn sie verlieren oftmals die Duftorientierung. Außerdem ergänzen sich verschiedene Nutzgewächse in nachbarschaftlicher Gemeinschaft. Blumen und Kräuter in den Gemüsebeeten sind nicht nur ein Blickfang für jeden Garten, sie locken auch die zum Teil vom Aussterben bedrohten, heimischen Bienen an. Genau wie Schmetterlinge und Marienkäfer nutzen sie dem gesunden Gedeihen der Pflanzen. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sind sie sogar unverzichtbar! Idealerweise eignen sich essbare Blumen in Ihrem Kräuter- und Gemüsehochbeet. Insbesondere die verschiedenen Sorten der Kapuzinerkresse und Stiefmütterchen. Sie sorgen sprichwörtlich für eine bunte Salatvariation.

 

Mit dem Ausprobieren eines Mischkulturgartens, hier am Beispiel eines Hochbeetes kann man gar nicht früh genug anfangen, denn nur so gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse, welche Arten zusammenpassen und welche nicht. Sehr gute Dienste leisten Hochbeete auch gerade in Gärten mit schlechter Bodenqualität. Neue oder frischangelegte Hochbeete mit humusreichem, bzw. nährstoffreichem Boden sollten zunächst nur mit Starkzehrern bepflanzt werden, wie z.B. Tomaten, Auberginen und Kohl. Wenn in den Folgejahren keine frische Humuserde aufgetragen wird, können vor allem die Mittel- und Schwachzehrer, beispielsweise Salate, Spinat und Kräuter, zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt, große Pflanzen in die Mitte und die kleinsten nach außen zu pflanzen. Der beste Zeitpunkt um ein Hochbeet anzulegen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.


Gute Nachbarschaft

 

Manche Gemüse- und Kräuterarten begünstigen sich gegenseitig in Wachstum und Ertrag. Sie halten sogar Schädlinge voneinander fern. Andere harmonieren gar nicht und sollten daher auch nicht nebeneinander gesät oder gepflanzt werden. Wichtig für die Planung Ihres optimal begünstigen Beetes ist also, dass gute Nachbarschaften zwischen den Kulturen genutzt und schlechte vermieden werden. In der Übersicht kann man auf einem Blick sehen, welche Pflanzen sich gegenseitig Unterstützen. Bohnenkraut beispielsweise, schützt Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus und fördert durch den starken Duft Wachstum und Aroma. Möhren, Rote Beete und Kohl lieben die Gesellschaft von Dill. Auch er hält Schädlinge ab, da sie meist die Duftorientierung verlieren und fördert insbesondere bei Möhren die Keimfähigkeit. Rosmarin schützt speziell Möhren und Kohlgewächse gegen den Kohlweißling und die Möhrenfliege. Alle Pflanzenkombinationen beruhen auf jahrzehntelangen Beobachtungen und Erfahrungen von Gärtnern.

 

 

Probiert es ruhig selbst!

 

 PflanzeGute Nachbarn Schlechte Nachbarn 
 Buschbohnen

Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken,
Sellerie, Rote Bete, Kohlarten,
Kopfsalat, Pflücksalat, Tomaten

Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch,
Zwiebeln

 Erbsen

Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten,
Mais, Möhren, Kohlrabi, Kopfsalat,
Radieschen, Zucchini

Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch,
Tomaten, Zwiebeln

 Gurken

Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl,
Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais,
Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

Tomaten, Radieschen

 Kohlarten

Bohnen, Dill, Endivien, Erbsen,
Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch,
Sellerie, Spinat, Tomaten

Erdbeeren, Knoblauch, Senf,
Zwiebeln

 Kopfsalat

Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren,
Gurken, Kohl, Lauch, Möhren,
Tomaten, Zwiebeln

Petersilie, Sellerie

 Lauch

Erdbeeren, Kohl, Kopfsalat, Möhren,
Sellerie, Tomaten

Bohnen, Erbsen, Rote Bete

 Möhren

Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch,
Radieschen, Rettich, Tomaten,
Zwiebeln, Schnittlauch

 -

Radieschen/Rettich 

Bohnen, Erbsen, Kohl, Kopfsalat,
Möhren

 Gurken
Tomaten

Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi

Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Gurken

Zucchini

Kopfsalat, Lauch, Möhren, Petersilie,
Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie,
Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

 
Zwiebeln

Bohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Kopfsalat,
Möhren, Rote Bete

Bohnen, Erbsen, Kohl